Viele Staubsauger, noch mehr Filter

Staubsauger auf Teppich

Neben normalen Staubsaugerbeuteln gibt es weitaus mehr Filter, als man im ersten Moment vermutet. Doch welche Filter müssen der Staub, die eingesaugten Gegenstände oder Flüssigkeiten überhaupt passieren und wo liegen die Unterschiede?

Den Sinn und Zweck des Aschefilters kann man bereits aus seinem Namen
ableiten. Denn die Asche aus Öfen oder Kaminen darf auf keinen Fall mit dem normalen Haushalts-Staubsauger eingesaugt werden. Es gibt spezielle Aschesauger mit Motor, in denen der Filter bereits integriert ist, jedoch gibt es auch die Möglichkeit einen herkömmlichen Hausstaubsauger mit einem Aschefilter ohne Motor nachzurüsten. Dieser besteht aus einem Metallbehälter mit Deckel und wird einfach an den normalen Sauger angeschlossen. Durch Unterdruck gelangt die Asche hierbei in den Metallbehälter.
Damit die eingesaugte Asche nicht in den Staubsauger selbst gelangt, beinhaltet der Deckel zusätzlich noch einen Filter oder ein spezielles Sieb.
Das Prinzip des Aschesaugers mit Motors ist im Grunde genommen dasselbe, nur dass dieser nicht extra an einen Staubsauger angeschlossen werden muss. Zudem ist oftmals auch zusätzlich noch ein Lamellenfilter verbaut.
Bei beiden Arten sollte die Asche jedoch vorher mindestens 24 Stunden auskühlen und vor dem Saugen auf eventuelle Restbestände von Glut untersucht werden.

Der Motorfilter befindet sich zwischen dem Staubfilterbeutel und dem Motor des Staubsaugers. Seine Aufgabe ist es den Motor, sowie das Gebläse vor Staub und größeren eingesaugten Teilen zu schützen. Dies ist besonders wichtig, wenn der Staubsaugerbeutel einmal nicht richtig sitzt oder gar platzt. Dieser spezielle Filter, der meist aus Gittergewebe oder grobem Vliesstoff besteht, kann somit als Schutz für die Innenteile des Staubsaugers bezeichnet werden, damit diese nicht beschädigt werden. Getauscht werden sollte der Filter mindestens zweimal pro Jahr, die genau empfohlene Anzahl der Wechsel ist allerdings in der Bedienungsanleitung des Herstellers vermerkt.

Der Abluftfilter ist ein am Ende des Filter-Systems befindliches Stück Microfilter-Vlies. Die Hauptaufgabe des Abluftfilters besteht darin die letzten Reste aus der Luft zu filtern, bevor sie wieder in den Raum geblasen wird. Dieser Filter kann besonders wichtig für Allergiker sein, denn obwohl die Luft nach den vorhergehenden Filtern schon meist sehr gründlich gereinigt worden ist, so kann es durchaus passieren, dass feinste Reste in der Abluft zurückbleiben. Das kann unter anderem durch die Rotation des Motors passieren. Der Filter sollte mindestens alle 6 Monate getauscht werden, je nach Inhalt der Bedienungsanleitung oder der Häufigkeit der Verwendung auch öfter.

Der Hauptaufgabenbereich von Schaumstofffiltern liegt bei Nass-Trockensaugern. Er besteht wie der Name schon sagt aus feinporigem Schaumstoff und schützt den Motor des Saugers vor Nässe und groben Verunreinigungen. Somit ist das Aufsaugen von Flüssigkeiten, wie Wasser oder Getränken kein Problem – auch nicht, wenn Kleinteile mit eingesaugt werden. Für brennbare oder andere gefährliche Flüssigkeiten sollte der Schaumstofffilter in einem normalen Haushaltssauger allerdings auf keinen Fall verwendet werden.
In regelmäßigen Abständen sollte der Filter gereinigt werden. Im Normalfall kann man ihn einfach abwaschen und wieder einsetzen, nachdem er vollständig durchgetrocknet ist.